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Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| 99,20 € |
98,90 € |
+0,30 € |
+0,30 % |
27.04/09:00 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE0005909006 |
590900 |
- € |
- € |
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Bilfinger Berger kaufen 13.12.2006
Aktienservice Research
Bad Nauheim (aktiencheck.de AG) - Die Analysten von "Aktienservice Research" empfehlen derzeit die Aktien von Bilfinger Berger (ISIN DE0005909006 / WKN 590900) zum Kauf.
Der Baukonzern Bilfinger Berger habe seine Prognose für das Gesamtjahr 2006 erneut erhöht. Allerdings seien die Ziele wegen Sondererträgen aufgestockt worden. Grund sei der Verkauf der Tochter Ship Technologies im Zuge der Konzentration auf Industriedienstleistungen. Angaben zum Verkaufspreis habe es nicht gegeben. Bilfinger Berger erwarte nun für das Geschäftsjahr 2006 einen Überschuss von rund 90 Millionen Euro, nach 66 Millionen Euro im Vorjahr. Die Scharte in der Neunmonatsbilanz würde damit ausgewetzt werden.
Angesichts der im zweiten Quartal vorgenommenen Wertberichtigung von 63 Millionen Euro auf Betreiberprojekte habe der Überschuss im Neunmonatsergebnis mit 4 Millionen Euro deutlich unter dem Vorjahreswert von 23 Millionen Euro gelegen. Die Bauleistung habe sich im Zeitraum Januar bis September um sieben Prozent auf 5,6 Milliarden Euro verbessert. Beim Auftragseingang habe Bilfinger Berger einen Anstieg von 26 Prozent auf 7,4 Milliarden Euro verbucht. Beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (EBITA) sei Bilfinger Berger eine Steigerung von 43 auf 51 Millionen Euro gelungen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) habe sich von 39 auf 44 Millionen Euro verbessert.
Ins Bild habe auch die Entwicklung im dritten Quartal gepasst. Hier habe sich die Leistung um 15,6 Prozent auf rund 2 Milliarden Euro erhöht. Dank eines robusten Dienstleistungsgeschäfts hätten sich außerdem die Gewinne verbessert. Im Vergleich zum schwachen Vorjahreswert sei das EBITA von 15 auf 66 Millionen Euro geklettert. Vor einem Jahr habe eine Wertberichtigung im australischen Hochbau das Ergebnis stark belastet. Das EBIT habe von 13 auf 63 Millionen Euro zugenommen. Nach Steuern seien 40 Millionen Euro übrig geblieben. Im Vorjahreszeitraum seien es lediglich 7 Millionen Euro gewesen.
Daneben stimme auch der bei Vorlage der Neunmonatsbilanz genannte Ausblick zuversichtlich. Basis dafür sei der Auftragsbestand, der zum 30. September mit 8,6 Milliarden Euro 20 Prozent höher gelegen habe als im Vorjahr. Der Konzern habe daher für das Gesamtjahr eine etwas höhere Leistung in Aussicht gestellt. Das Ziel sei von 7,5 auf 7,7 Milliarden Euro aufgestockt worden, nach 7,06 Milliarden Euro im Vorjahr. Gleichzeitig seien für die Gewinne trotz des Rückschlags im zweiten Quartal die bisherigen Ziele bekräftigt worden. Der Vorstand habe eine erhebliche Zunahme beim EBITA und eine weitere Steigerung des Nachsteuergewinns erwartet.
Neben den kurzfristigen Aussichten sei der Vorstand auch für das kommende Jahr zuversichtlich. Den Angaben zufolge sei im Hoch- und Industriebau eine Belebung der Nachfrage in Deutschland festzustellen. Zusätzliche Impulse seien durch privatwirtschaftliche Betreibermodelle zu erwarten. Der Vorstand habe sich daher für den Baumarkt in Deutschland 2007 vorsichtig optimistisch gezeigt. Ferner habe er von einer starken Nachfrage im Ingenieurbau in Australien sowie einem erfreulichen Wachstum im Dienstleistungsgeschäft in allen Bereichen gesprochen. Er habe hier vor allem die hervorragende Ertragsentwicklung betont.
Fundamental biete sich somit ein viel versprechendes Bild. Hinzu komme eine nicht zu teure Bewertung (Kurs-Gewinn-Verhältnis 17) auf Basis des für das kommende Jahr erwarteten Gewinns von 3 Euro je Aktie. Charttechnisch habe die Aktie im Rahmen der Anfang 2003 gestarteten Aufwärtsbewegung im April 2006 bei 55,36 Euro ihr bisheriges Allzeithoch erreicht. Es sei eine größere Korrektur gefolgt, die in den Sommermonaten ihren Tiefpunkt erreicht habe.
Seither steige der Kurs wieder, und es habe sich ein mittelfristiger Aufwärtstrend herausgebildet, der das Papier Mitte Oktober wieder über die Marke von 50 Euro habe klettern lassen. Anschließend habe es eine kleinere Korrektur gegeben, die nun erfolgreich abgeschlossen worden sei. Der kurzfristige Abwärtstrend sei mit dem Anstieg vom Montag bereits überwunden worden. Nun gelte es, den Widerstand im Bereich von 51,40 Euro zu knacken. Prozyklisch agierende Investoren würden entsprechend auf einen solchen Ausbruch warten.
Vor diesem Hintergrund lautet das Rating der Analysten von "Aktienservice Research" für die Aktien von Bilfinger Berger auf "kaufen". Der Stoppkurs sollte bei 45,00 Euro platziert werden. (13.12.2006/ac/a/d)
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